Westfield Sportscars integriert mit SolidWorks Software neue Technologien in Oldtimer
Ingenieure nutzen CAD zur Anpassung von Standardteilen und -baugruppen für eine 50 Jahre alte Karosserie
Haar bei München, 24. November 2009 – Die britische Autoschmiede Westfield Sportscars nutzt die SolidWorks 3D-CAD-Software für die Integration der Automobiltechnologie des 21. Jahrhunderts in eine fünfzig Jahre alte Karosserie. Dabei erfüllt das Unternehmen gleichzeitig EU-Sicherheitsvorschriften sowie firmeneigene Qualitätsstandards.
Westfield hat seinen kürzlich vorgestellten zweisitzigen Roadster, den Westfield Sport Turbo, mithilfe der SolidWorks Software entwickelt. Dank der Funktionsvielfalt von SolidWorks konnten die Konstrukteure serienmäßige Lenksysteme und Antriebe in eine Karosserie einbauen, die in den 1950er Jahren auf den Markt kam - lange bevor sich Automotive-Ingenieure den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, wie Airbags, Abgasregelungssystemen und Exportvorschriften, stellen mussten.
Ziel des Autobauers war es, ein 50 Jahre altes Auto so modern wie möglich zu gestalten, unter Berücksichtigung der Einschränkungen einer älteren Karosseriekonstruktion und verschiedener geltenden Vorschriften.
Der Großteil der Konstruktionsarbeit wurde mit SolidWorks erledigt.
Dabei erstellten die Ingenieure eine Neukonstruktion der Karosserie mit der SolidWorks 3D-CAD-Software und passten Teile und Baugruppen anderer Hersteller in das Modell ein.
"Der Sport Turbo wurde für echte Autoliebhaber konzipiert, die höchste Qualität und Leistung erwarten", erzählt Ross Dickson, Leiter Konstruktion bei Westfield. "Unsere Kunden verlangen modernste Motoren und Elektroniksysteme, egal, ob sie einen fertig konstruierten Westfield oder Komponenten zum Eigenbau erwerben. Alt und Neu müssen sorgfältig miteinander kombiniert werden."
Die Konstrukteure bei Westfield nutzten SolidWorks, um spezialgefertigte Teile sowie Standardkomponenten im 3D-Modell des Sport Turbo zu kombinieren. Das Innere des Wagens besteht aus maßgefertigten Komponenten, wie dem Armaturenbrett und den Sitzen, sowie aus industrieüblichen Teilen und Baugruppen. Motor, Instrumente und Lenkradsäule stammen vom britischen Autohersteller Vauxhall. Mithilfe von 3D-Modellen können die Konstrukteure von Westfield diese Teile so modifizieren, dass sie in einer kleineren Karosserie als ursprünglich vorgesehen eingebaut werden können. Ferner unterstützt sie die SolidWorks Software dabei, die Konstruktionen an EU-Vorschriften anzupassen, damit sie auch in Europa verkauft werden können. Diese Vorschriften beziehen sich auf die verschiedensten Aspekte, vom Innen- und Außendesign über Sichtverhältnisse bis hin zu Sicherheit und Emissionen.
Laut Julian Turner, Managing Director bei Westfield, waren andere CAD-Produkte für diese Aufgaben nicht ausreichend. Berücksichtigt man ferner die Schulungsressourcen und den technischen Support, stellt SolidWorks für Westfield eine langfristige Lösung dar, so Turner weiter.
Das Unternehmen plant zudem, mithilfe der SolidWorks Technologie ein 3D-Online-Montagehandbuch zu erstellen, das Kunden für die Eigenmontage zur Verfügung gestellt werden und zur Simulation des Crash-Verhaltens dienen soll.
Aufgrund ihrer Vielseitigkeit kommt die SolidWorks Software in der ganzen Automobilbranche zum Einsatz und erfüllt dort verschiedenste Aufgaben. Sie wird von Zubehörherstellern ebenso genutzt wie von Unternehmen wie Westfield, die eigene Fahrzeuge entwickeln und fertigen.
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